Skisprung

23.01.2016

Beginn der Möbel-Löffler-Minitournee

Gerade rechtzeitig für den ersten Winterwettkampf der Möbel-Löffler-Minitournee sind die kleinen Schanzen im Olympiaskistadion fertig geworden. 70 kleine Sportler traten in Spezialsprung und Nordischer Kombination gegeneinander an. Für den SC Partenkirchen gab’s dabei vier Siege und sieben weitere Podestplätze.

Am Freitag standen noch bis in die Abendstunden die freiwilligen Helfer an der K20 und K43, belegten den Anlauf mit Schnee und bearbeiteten den Aufsprung. Am Samstag konnte trotz Eisregen der erste Durchgang wie geplant um 10:30 Uhr starten. Rennleiter und Trainer Fabian Ebenhoch ist froh, dass alles so gut geklappt hat, gibt aber zu: „Es ist schade, dass wir nicht früher fertig geworden sind und noch trainieren konnten.“ So war der Heimvorteil eigentlich nur ein psychologischer.

Den nutzen die kleinen SCP’ler aber dennoch gut aus. Sieben Podestplätze erreichten sie allein im Springen. Darunter die zwei schon fast obligatorischen Siege der Horvath-Brüder Ben und Lars. Ben (S7) machte dabei vor allem im ersten Sprung mit hervorragenden Haltungsnoten auf sich aufmerksam und nahm der Konkurrenz allein dadurch schon 5,5 Punkte ab. In der Klasse S9 belegte hinter Lars Horvath Cornelius Geulen den zweiten Platz. Ebenfalls Zweite wurden in der gemischten Klasse S10 Tabea Oeffner; ihr fehlten nur 2,5 Punkte zum Sieg. Aufsteigende Form zeigt zu Winterbeginn Benedikt Schierbel, er wurde in der S11 Dritter. Florian Schultz (ebenfalls S11), normalerweise auch ein Garant für Topplätze hatte am Samstag seine liebe Mühe und erreichte nur Rang fünf. Auf der großen K43 Schanze sprangen dafür Ronja Drax als Zweite und Constantin Geulen als Dritter auf’s Stockerl.

Athleten und Zuschauer waren begeistert, dass der späte Saisonstart so gut geklappt hat. Danach sah es lange Zeit nicht aus. Denn der SV Casino Kleinwalsertal musste den Wettbewerb aufgrund von Terminproblemen zurückgeben, die anderen Ausrichter hatten Schneeproblemen. Noch länger wollte der SCP die jungen Adler aber nicht warten lassen. Und nachdem Trainer Ebenhoch aus dem Kleinwalsertal stammt, sagte er kurzer Hand: „Ein Walser muss dem anderen helfen“, und übernahm den Wettkampf. Die murrenden Helfer, die seit Weihnachten mit Tournee, Deutschlandpokal und Continentalcup schon viel geleistet hatten, motivierte er erneut und schickte auch gleich die neu erworbene Auswertungssoftware ins Rennen. Manch’ einem rauchte da der Kopf und es standen viele Schweißperlen auf der Stirn der Funktionäre.

Geklappt hat aber alles reibungslos; auch der Langlauf der Nordischen Kombination in Kaltenbrunn. Der anspruchsvolle Kurs mit Anstieg und Abfahrt wurde von allen gut bewältigt. Einzig Lars Horvath drehte aus Versehen eine Extrarunde durch den Tiefschnee und konnte so seine Führung nicht verteidigen, wurde aber dennoch Dritter. Geradewegs ins Ziel schaffte es sein Bruder Ben und siegte mit zweieinhalb Minuten Vorsprung. Ähnlich gut lief es für Tabea Oeffner. Mit der zweitbesten Laufzeit gewann sie ihre Klasse und ließ ihre männlichen Konkurrenten mal wieder mit leicht verzweifeltem Staunen zurück. Ronja Drax verteidigte Rang zwei in ihrer Klasse.

Trainer Ebenhoch ist zufrieden, vor allem mit dem Kombinationsergebnis. Dort hatte er in der Vorbereitung einen Trainingsschwerpunkt gesetzt. „Wir haben zwar nicht mehr Podestplätze als im Vorjahr, dafür aber zwei zweite Plätze in Siege umgewandelt“, freut er sich, weiß aber auch, dass nun die schweirige Aufgabe kommt, die kleinen Kombinierer weiter für diesen speziellen Sport zu begeistern und sie nicht an den Spezialsprung zu verlieren.

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