Nach ihrer Goldmedaille in der Superkombination ist Maria Riesch vom Skiclub Partenkirchen auch im Slalom unschlagbar und holt sich wieder Gold.
Maria Riesch sank jubelnd zu Boden und schrie ihr Glück heraus: Das „Golden Girl“ des deutschen Skisports hat sich beim Slalom am Whistler Mountain mit dem zweiten Olympiasieg zur alpinen Ski-Königin der Winterspiele von Vancouver gekrönt. Acht Tage nach ihrer Goldmedaille in der Super-Kombination fuhr die Weltmeisterin erneut ganz nach vorne und als erste Deutsche seit Katja Seizinger 1998 zu olympischem Doppel-Gold. „Ich kann nicht mehr sagen, als dass es ein purer Wahnsinn ist. Irgendwie fehlen mir die Worte“, sagte Maria Riesch im Überschwang der Gefühle. „Diese zweite Goldmedaille ist der Hammer. Ich wusste, dass ich das Rennen gewinnen kann, aber im Slalom kann ja so viel passieren. Ich habe versucht, den Gedanken an ein Scheitern zu verdrängen, und mich einfach nur auf meinen Lauf konzentriert.“ Die Partenkirchnerin ist die dritte deutsche Slalom-Olympiasiegerin nach „Gold-Rosi“ Mittermaier (1976) und Hilde Gerg (1988).
Den möglichen „Sister Act“ im dichten Schneetreiben verpasste Rieschs jüngere Schwester Susanne nur knapp. Als Vierte des ersten Laufs hatte sie Bronze in Reichweite, als sie mit Zwischenbestzeit zwölf Tore vor dem Ziel einfädelte. Susanne Riesch saß weinend im Ziel während Maria und mit ihr die Eltern Monika und Sigi zunächst jubelten. Danach bemühte sich die ganze Familie, die schluchzende „Susi“ zu trösten. „Wir haben beide geheult“, sagte die ältere Maria.
Für Maria Riesch ist es die Krönung einer guten Slalom-Saison. In vier der sieben Weltcup-Rennen stand sie auf dem Podium, zweimal war sie zudem Vierte. Trotzdem hatte sie vor dem Olympia-Rennen gesagt: „Die Spezialistinnen haben enorm aufgeholt, es wird verdammt schwierig, hier eine Medaille zu gewinnen.“ Doch Maria Riesch hatte alles im Griff und war zudem locker drauf: „Ich hatte schon eine Goldene in der Tasche, da ist es um einiges einfacher gegangen“, sagte sie. Silber ging an Marlies Schild, Bronze an Sarka Zahrobska. (Quelle: FAZnet)